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272 Seiten, 321 Abbildungen,
Format 24 x 30 cm, gebunden mit farbigem Schutzumschlag,
Deutsch,
ISBN:
Typ:
Verlag:
Reihe:
WG:
978-3-8035-0068-7
Buch
Flechsig
Zeitgeschichte
1947

Korvettenkapitän Otto Adalbert Schnee - Mit U23, U6, U60, U201 und U2511 auf Feindfahrt

Hans-Joachim Röll, Luc Braeuer
ZEITGESCHICHTE

Dies ist die Geschichte von Korvettenkapitän Adalbert Schnee. Am 31. Dezember 1913 in Berlin geboren, trat er am 8. April 1934 nach dem Abitur als Seeoffiziersanwärter in die Reichsmarine ein. Nach einer ersten infanteristischen Grundausbildung in Stralsund und der praktischen Ausbildung an Bord der „Gorch Fock“, nahm er 1935 an der 5. Ausbildungsfahrt des Leichten Kreuzers „Emden“ unter dem Fregattenkapitän und späteren Großadmiral Karl Dönitz teil, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte.

 

Nach weiteren Ausbildungsabschnitten und Lehrgängen und einer insgesamt siebenmonatigen Bordausbildung auf dem Leichten Kreuzer „Leipzig“ wurde Adalbert Schnee am 1. April 1937 zum Leutnant zur See befördert und entschied sich am Ende seiner Ausbildungszeit zur noch jungen U-Boot-Waffe zu wechseln.

Zunächst als 1. Wachoffizier auf U 23 unter Otto Kretschmer, dem erfolgreichsten U-Boot-Kommandanten des Zweiten Weltkrieges, eingesetzt, erlebte Adalbert Schnee auch den Beginn des Krieges und seine ersten fünf Feindfahrten auf diesem U-Boot, bevor ihm am 30. Januar 1940 mit U 6 sein erstes eigenes Kommando übertragen wurde, dem am 19. Juli 1940 das Kommando über U 60 folgte. Mit Letzterem gelang ihm auf insgesamt drei Feindfahrten im Nord-Atlantik die Versenkung von zwei Handelsschiffen.

Nach kurzer Unterbrechung, die er als vertretender Kommandant auf U 121, einem Schul-U-Boot des Typs IIB, verbrachte, konnte er am 25. Januar 1941 U 201, das erste U-Boot des neuen Typs VIIC in Dienst stellen. Am 1. März 1942 zum Kapitänleutnant befördert, konnte Adalbert Schnee mit U 201 bis zum 24. August 1942 auf insgesamt sieben Feindfahrten im Atlantik seine Versenkungserfolge auf über 95.000 Bruttoregistertonnen erhöhen. Als 105. Träger wurde ihm hierfür am 15. Juli 1942 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen, welches er bereits am 30. August 1941 erhalten hatte.

 

Nach der Abgabe des Kommandos von U 201 sollten über zwei Jahre vergehen, bis Adalbert Schnee wieder mit einem U-Boot in See stechen sollte, denn am 26. Oktober 1942 wurde er Admiralstabsoffizier beim Befehlshaber der Unterseeboote und später Referent im Oberkommando der Marine. Am 1. Dezember 1944 zum Korvettenkapitän befördert, lief Schnee kurz vor Kriegsende als Kommandant mit U 2511 – einem Boot des völlig neuen Typs XXI – ein letztes Mal zur Feindfahrt aus Bergen aus, kehrte nach der Kapitulation dorthin zurück und geriet dort mit seiner Mannschaft in Kriegsgefangenschaft.

In seinem zivilen Leben als Handelsvertreter und Familienvater von drei Kindern blieb er bis zu seinem Tod am 4. November 1982 als Präsident des Verbands deutscher U-Bootfahrer aufs Engste mit der See und der Marine verbunden.


Autor/-in:
Hans-Joachim Röll
, geboren am 6. September 1957 in Würzburg, lebt und arbeitet in Franken. Er gilt als ausgesprochener Kenner und Spezialist für militärhistorische Themen und hat inzwischen zahlreiche Biografien und Sachbücher verfasst. Darüber hinaus sind viele Artikel aus seiner Feder in führenden militärhistorischen Fachzeitungen und Fachzeitschriften erschienen. Seine Publikationen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er gilt weltweit als einer der renommiertesten Kenner und Spezialisten zum Thema U-Boot-Krieg.

Autor/-in:
Luc Braeuer
ist Autor zahlreicher Bücher und Magazine über die Zeit des Zweiten Weltkriegs in Frankreich. Ein Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit sind Werke über den U-Boot-Krieg und die U-Bootstützpunkte Saint Nazaire, Lorient und Brest im Westen Frankreichs. Darüber hinaus hat er einige Biografien über bekannte U-Boot-Kommandanten verfasst. Seine Publikationen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und werden weltweit angeboten. Unter dem Namen „Le Grand Blockhaus“ betreibt er zusammen mit seinem Bruder Marc Braeuer einen viel beachtetes Militärmuseum in Batz-sur-Mer in einem ehemaligen Bunker der deutschen Besatzungsmächte an der Atlantikküste.